Mittwoch, Februar 15, 2006

Sicher gibt es DIE korrekte Art, einen Stift zu halten

Für Linkshänder gilt das so nicht, denn für die ist unsere Schrift nun wirklich nicht gemacht. Welche Technik da optimal ist, weiß ich nicht, aber für Rechtshänder sind kleine Abweichungen „zulässig“ (z.B. den Stift höher oder tiefer greifen), aber wann die Grenze überschritten ist, ist deutlich zu erkennen (mehr Finger als nötig beteiligt).
Heute wieder erlebt: eine Schülerin, die ein Drachenviereck konstruieren sollte, mit einem handelsüblichen Bleistift, um den sich vier Finger rankten. Es klappt schlicht nicht und das Ergebnis sieht nicht so aus, wie es sein soll. Ob es an den merkwürdig dicken Lamy-Lernstiften liegt? Die kann man nämlich gut so halten – vor allem, wenn die Hand noch klein ist - nicht aber einen handelsüblichen Bleistift. Der ist schlicht zu dünn. Und dann kommt noch die Krampfanfälligkeit.
Ich habe nicht gesagt: „Ich bin toll, weil ich den Stift, Messer, Gabel und Löffel gut halten und auch ohne zu watscheln laufen kann.“ Ich habe lediglich gefragt: Bin ich die einzige, die so etwas stört?! Merkt das keiner? Interessiert das keinen? Ist das tatsächlich okay?

2 Comments:

Blogger Palle said...

Um auf deine Fragen zu antworten:
1. Ja, offensichtlich
2. Doch
3. Eigentlich nicht
4. Ja, es ist tatsächlich okay, den Stift so zu halten, wie man es will.

Und ich tippe übriegens ziemlich lange Briefe, immer mit maxinal vier Fingern. Geht ziemlich gut, und es hat sich noch keiner meiner Kollegen beschwert.

9:27 vorm.  
Blogger Morckel said...

Moin!
weiter oben hast Du ja angeführt, warum Du so darauf achtest, wie die Stifte gehalten werden, um deinen Schülern zu helfen........
will ne kurze Geschichte dazu erzählen: letzte Woche hatte ich einen 15-jährigen Praktikanten mit mir mitfahren, irgendwann hatte ich etwas gesagt, was so in der deutschen Sprache nicht verwendet wird (keine Ahnung mehr,was es war, irgendwas wie dasselbe und das gleiche oder so)er hat mir dann ausführlich erzählt, was so viele Mitschüler falsch machen, was er offensichtlich richtig machte und daß ihm Deutsch richtig Spaß mache! Als ich ihn fragte, was für eine Zensur er denn habe : 4, wie in allen Fächern, außer Sport: 1, und in drei anderen Fächern: 5....der Grund für die 4 in Deutsch war, daß er in Diktaten und Aufsätzen zu langsam schreibe!

Mir war vorher schon aufgefallen, daß er den Stift stark umkrallte und so fest aufdrückte, daß ich angst um mein Notizbüchlein hatte...
Auch angeregt von diesem Blog habe ich ihm gesagt, daß er doch einfach was an der Art, wie er seinen Stift hält ändern soll, ein bißchen üben und aus der Hand schreiben, dann fluppt das schon.... "dazu bin ich zu alt" nachdem ich ihn auslachte und wirklich versucht habe, ihn zu überzeugen, daß es doch ein leichtes wäre, vielleicht auf diese Art und Weise seine Zensur zu ändern guckte er schon wieder aus dem Fenster und zeigte auf ein Fahrrad, was er wirklich klasse findet.....

Da war es mir wirklich egal, soll er doch schreiben, wie er will!

Daß es dich wurmt, wenn deine Schüler es tun, kann ich gut verstehen und ich finde es toll, wenn sie es anders lernen würden, aber es gibt auch Leute, wie z.B. Kai, der total verwurschelt schreibt, die Handschrift aber sehr schön ist und seine "Schreibgeschwindigkeit" ist auch o.k.

Vielleicht hängt es tatsächlich mit diesen komischen Lernfüllern zusammen, das rauszubekommen wäre ja mal spannend !!!

9:47 nachm.  

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